Vertrag unterschrieben: Bagger rollen am Riebeckplatz

Vertrag unterschrieben, Baustelle kann kommen: Die Stadt Halle hat den Startschuss für den Umbau des Riebeckplatzes gegeben – Vorarbeit für das große Zukunftszentrum.

Jahrelang wurde geplant, verhandelt, gerechnet. Jetzt ist es amtlich: Am Riebeckplatz kann gebaut werden. Die Stadt Halle hat den sogenannten Totalunternehmervertrag für den „Umbau und die Baufeldfreimachung am Riebeckplatz“ unterschrieben – die Vorstufe für das milliardenschwere Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation.

Unterzeichnet hat für die Stadt der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Umwelt und Sicherheit, René Rebenstorf. Vertragspartner ist eine Arbeitsgemeinschaft aus dem Baukonzern STRABAG AG und der GP Verkehrswegebau GmbH. Neben der Stadt sitzen auch die Stadtwerke-Tochter EVH GmbH und die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft (HWS) mit im Boot – sie alle haben ein Interesse daran, dass Leitungen, Straßen und Plätze rund um den Riebeckplatz neu geordnet werden, bevor der Bund dort baut.

Bürgermeister Egbert Geier zeigt sich sichtlich erleichtert: „Die Stadt hat versprochen zu liefern – und wir haben geliefert!“ Die Neugestaltung des Riebeckplatzes und die Baufeldfreimachung könnten jetzt beginnen, so Geier. Er bedankte sich bei allen Partnern aus Stadt und Land, die das Projekt über Jahre begleitet hätten.

Was konkret passiert: Zuerst müssen die alten Betonbrücken weg, die seit den 1960er-Jahren in Nord-Süd-Richtung über den Platz führen. Sie gelten als sanierungsbedürftig – ihre Bauweise ähnelt der eingestürzten Carolabrücke in Dresden, ein plötzlicher Zustandsverfall ist möglich. Auch wenn aktuelle Gutachten keine akute Gefahr sehen, will die Stadt kein Risiko eingehen und lässt die Brücken vorsorglich abreißen. Parallel wird die Volkmannstraße verlegt.

Bezahlt wird der Umbau unter anderem mit 29 Millionen Euro Landesfördermitteln, die Verkehrsministerin Lydia Hüskens der Stadt bereits zugesagt hatte. Weitere 12 Millionen Euro steuern die Stadtwerke bei. Das eigentliche Zukunftszentrum baut anschließend der Bund – mit einem Budget von über 200 Millionen Euro. Fertig sein soll alles bis 2032.

Für die Menschen in Halle heißt das vor allem: Geduld. Bagger, Absperrungen und Umleitungen werden den Riebeckplatz auf Jahre hinaus prägen. Doch nach jahrelangem Stillstand rund um das ehemalige Maritim-Hotel und dem Ringen um Fördermittel ist der unterschriebene Vertrag für viele in der Stadt ein handfestes Zeichen: Am Riebeckplatz tut sich jetzt wirklich etwas.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert