Nach Leihmutter-Baby: Spahn wirft als Fraktionschef hin

Berlin. Paukenschlag in der Union: Jens Spahn (CDU) ist als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten! Der 46-Jährige teilte den Schritt am Freitag in einem Schreiben an die Fraktion mit.

Auslöser: Spahn und sein Ehemann Daniel Funke hatten bekanntgegeben, Vater eines Sohnes geworden zu sein – ausgetragen von einer Leihmutter in den USA. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten, die CDU lehnt eine Legalisierung ab. Spahn selbst hatte sich früher gegen das Thema positioniert. Die Folge: Massive Kritik, öffentliche Rücktrittsforderungen.

In seinem Brief schreibt Spahn, ihm sei klar geworden, dass sein privates Glück als Vater „nicht vereinbar“ sei mit seinem politischen Amt. Zudem beklagt er eine wachsende Härte in der öffentlichen Debatte und mahnt zu mehr Menschlichkeit im Ton.

Merz: „Unvermeidlich“

Kanzler Friedrich Merz soll Spahn laut Medienberichten in einem Telefonat – gemeinsam mit CSU-Chef Markus Söder – zum Rücktritt aufgefordert haben. Öffentlich nannte Merz den Schritt „richtig“ und „unvermeidlich“ und dankte Spahn für die Zusammenarbeit. Als CDU-Chef will er nun gemeinsam mit Söder einen Nachfolger vorschlagen.

Bis dahin übernimmt CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann kommissarisch die Amtsgeschäfte. Er sprach von „allerhöchstem Respekt“ vor Spahns Entscheidung.

Zur Person: Spahn sitzt seit 2002 im Bundestag, war von 2018 bis 2021 Bundesgesundheitsminister unter Angela Merkel und führte seit Anfang 2026 die Unionsfraktion.

Stand: 18. Juli 2026 – die Personalie kann sich im Tagesverlauf noch weiterentwickeln.

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