Kahlschlag bei Mäc-Geiz: 50 Filialen vor dem Aus

Der insolvente Haushaltsdiscounter Mäc-Geiz streicht rund 50 seiner 183 Filialen. Welche Standorte betroffen sind, ist noch offen – Klarheit soll es erst im Herbst geben.

Es ist die nächste Hiobsbotschaft für die Belegschaft des Haushaltsdiscounters Mäc-Geiz. Das Unternehmen steht vor einem heftigen Kahlschlag: Rund 50 der bundesweit 183 Filialen müssen schließen. Welche Standorte konkret betroffen sind, steht noch nicht fest. Erst im Herbst soll Klarheit über die künftige Struktur der Kette herrschen.

Im Mai hatte Mäc-Geiz beim Amtsgericht in Halle (Saale) einen Insolvenzantrag gestellt. Am 1. August eröffnete das Gericht wie geplant ein Eigenverwaltungsverfahren. Zum Sachwalter wurde der Sanierungsexperte Lucas Flöther bestellt. Er überwacht das Verfahren im Auftrag des Gerichts und im Interesse der Gläubiger.

Bereits 71 Mitarbeiter mussten gehen

Das wirtschaftliche Umfeld im Einzelhandel sei „anspruchsvoll und die Sanierung mit erheblichen Herausforderungen verbunden“, teilte der Discounter mit. Seit dem Insolvenzantrag hat sich Mäc-Geiz bereits von 66 Mitarbeitern aus Vertrieb, Logistik und dem Dienstleistungszentrum der Mäc-Geiz Handelsgesellschaft getrennt. Weitere fünf Beschäftigte bei der MTH Retail Services verloren ihren Job.

Der Insolvenzgeldzeitraum ist inzwischen beendet. Das bedeutet: Ab sofort zahlt das Unternehmen Löhne und Gehälter wieder aus eigener Kraft. Aktuell laufen zudem Gespräche mit den Vermietern der Filialen. Die Kette rechnet damit, dass etwa 50 der 183 Standorte dichtmachen müssen, um wieder wettbewerbsfähig zu werden.

Konsumflaute und teure Energie als Gründe

Als Ursachen für die schwierige wirtschaftliche Lage nennt Mäc-Geiz eine zurückhaltende Konsumnachfrage, steigende Lebenshaltungskosten, hohe Energie- und Lohnnebenkosten sowie den wachsenden Druck durch die Online-Konkurrenz. Aktuell beschäftigt der Discounter nach eigenen Angaben 1175 Mitarbeiter und betreibt rund 183 Filialen, vor allem in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin.

Erst im Februar hatte Konkurrent Kodi den Non-Food-Discounter übernommen. Mittlerweile befindet sich auch Kodi selbst erneut in einem Insolvenzverfahren.

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