Messer, Kette, Blaulicht: Wildes Wochenende in Halle

Ein Wochenende, das die Polizei in Halle (Saale) und im Saalekreis ordentlich auf Trab hielt: Zwischen Freitagabend und Samstagfrüh reihten sich Alkoholfahrten, eine Bedrohung mit zwei verbotenen Messern, ein Sturz auf die Gleise und eine gefährliche Körperverletzung mit einer Metallkette aneinander. Ein Fahrer flüchtete sogar zu Fuß aus einem gestohlenen Auto. Der Überblick über alle Einsätze.

Los ging es in der Großen Nikolaistraße. Dort hielt die Polizei Freitagnacht gegen 23:30 Uhr einen Fahrradfahrer an und kontrollierte ihn. Der Atemalkoholtest zeigte einen Wert von 2,6 Promille an. Für den Mann war die Fahrt damit beendet: Die Beamten ordneten eine Blutprobenentnahme an und untersagten ihm die Weiterfahrt.

Deutlich brenzliger wurde es kurz zuvor in der Albert-Einstein-Straße. Gegen 20:15 Uhr eskalierte dort ein lautstarker Streit zwischen mehreren Personen, die sich untereinander kannten. Anwohner alarmierten die Polizei. Bei der Klärung des Sachverhalts fanden die Beamten bei einem 43-jährigen Deutschen zwei verbotene Messer und stellten sie sicher. Gegen ihn laufen nun Anzeigen wegen Bedrohung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Alle Beteiligten der Auseinandersetzung erhielten zudem einen Platzverweis.

In der Nacht zum Samstag musste die Polizei dann sogar eine Bahnstrecke sperren. Gegen 1 Uhr fuhr ein 42-jähriger Deutscher mit dem Fahrrad in der Nähe der Gleise des Südstadtrings, stürzte eine Böschung hinab und landete auf der Gleisanlage. Aus eigener Kraft kam er dort nicht mehr heraus, sodass Einsatzkräfte die Strecke kurzzeitig sperren und den Mann bergen mussten. Bei dem Sturz zog er sich leichte Verletzungen zu. Der Atemalkoholtest ergab bei ihm 1,93 Promille, auch bei ihm wurde eine Blutprobe angeordnet.

Nur wenig später, gegen 3:15 Uhr, kam es im Ernst-Barlach-Ring zu einer gefährlichen Körperverletzung. Ein 32-jähriger Deutscher schlug einem anderen Mann mit einer Metallkette gegen den Kopf. Der Geschädigte wurde dabei leicht verletzt.

Für einen der dramatischsten Momente der Nacht sorgte ein Vorfall im Gustav-Weidanz-Weg. Gegen 4 Uhr wollten Polizisten dort einen Pkw kontrollieren. Der Fahrer sprang jedoch noch während der Fahrt aus dem rollenden Wagen und rannte in Richtung Magistrale davon. Im Fahrzeug fanden die Beamten eine geringe Menge Betäubungsmittel. Es kam noch dicker: Das am Auto angebrachte Kennzeichen gehörte gar nicht zu dem Fahrzeug, das selbst als gestohlen gemeldet war. Der Fahrer konnte zu Fuß entkommen, die Polizei sicherte am Fahrzeug Spuren.

Auch im Saalekreis war einiges los. In der Merseburger Straße in Schafstädt bedrohte ein Hausbewohner am Freitagnachmittag gegen 16:30 Uhr Mitarbeiter eines Telekommunikationsanbieters, weil er sie für Betrüger hielt. Gegen den Mieter wurden Anzeigen wegen Beleidigung und Bedrohung erstattet.

In der Wilhelm-Liebknecht-Straße in Merseburg kontrollierte die Polizei in der Nacht zu Samstag gegen 0:15 Uhr einen E-Scooter-Fahrer. Der Atemalkoholwert lag bei 0,91 Promille. Nach einer beweissicheren Atemalkoholmessung wurde ihm die Weiterfahrt untersagt.

Zum Abschluss des Wochenendes ein besonders unschöner Fund: In der Naumburger Straße in Merseburg-Süd hielten Beamte gegen 4 Uhr ein 14 Jahre altes Mädchen auf einem Moped an. Die Weiterfahrt wurde sofort unterbunden, das Mädchen den Erziehungsberechtigten übergeben. Zusätzlich erstattete die Polizei Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

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