Hitze-Rekord! Sachsen-Anhalt war kurz das heißeste Land
Sachsen-Anhalt brennt – und war am Samstag für ein paar Stunden tatsächlich das heißeste Bundesland Deutschlands! An der Messstation Drewitz im Jerichower Land registrierte der Deutsche Wetterdienst gegen 16:30 Uhr einen Spitzenwert von 41,5 Grad. Damit hatte Sachsen-Anhalt kurzzeitig die bundesweite Höchstmarke inne, bevor sie am Sonntag im sächsischen Bad Muskau noch einmal überboten wurde.
Der Rekord-Reigen begann schon am Freitag in Saarbrücken, wo der DWD 41,3 Grad maß – die bis dahin höchste je in Deutschland registrierte Temperatur. Am Samstag zog Saarbrücken-Burbach mit 41,4 Grad noch einmal nach, doch die Krone holte sich am Nachmittag Drewitz mit 41,5 Grad. Auch Genthin, ebenfalls in Sachsen-Anhalt, und das rheinland-pfälzische Andernach meldeten an diesem Wochenende bereits Werte über 41 Grad. Der Deutsche Wetterdienst selbst spricht bei diesen Zahlen bewusst nicht von endgültigen „Rekorden“ – die Daten sind vorläufig und müssen erst noch qualitätsgeprüft werden, was nach einem solchen Wochenende durchaus Tage dauern kann.
Halle selbst blieb von der Extremhitze nicht verschont, auch wenn die Stadt nicht ganz an die Drewitz-Werte heranreichte: Für Samstag und Sonntag galt eine amtliche Warnung vor extremer Hitzebelastung, mit Höchstwerten von rund 39 bis 40 Grad. Besonders im dicht bebauten Stadtgebiet kam laut Wetterdienst noch die fehlende nächtliche Abkühlung als zusätzliche Belastung hinzu – die Stadt erlebte damit bereits den vierten Tag in Folge mit einer offiziellen Hitzewarnung.
Die Stadt Halle reagierte frühzeitig: Wochenmärkte schlossen schon donnerstags und freitags vorzeitig um 14 Uhr, um Marktbeschicker und Besucher zu schützen. Zusätzlich wurden Hitzewarnungen auf digitalen Anzeigen im Stadtgebiet geschaltet, und die Stadt intensivierte ihre Hilfe für obdachlose und wohnungslose Menschen – mit kostenlosen Trinkwasserstellen, leichter Kleidung und verstärkter aufsuchender Sozialarbeit.
Auch über das Wochenende hinaus bleibt die Lage angespannt: Die Waldbrandgefahr ist in weiten Teilen Sachsen-Anhalts weiterhin hoch bis sehr hoch, und am Sonntagabend zogen erste Gewitter mit Starkregen- und Hagelpotenzial durch die Region. Erst zum Wochenstart soll spürbare Entspannung kommen – der DWD erwartet für Montag einen deutlichen Temperatursturz auf 26 bis 30 Grad.
Für die Hallenserinnen und Hallenser, die das Wochenende bei Affenhitze überstanden haben, dürfte das eine gute Nachricht sein. Bis dahin gilt weiterhin: viel trinken, Mittagssonne meiden und auf gefährdete Nachbarn achten.




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