Saisonauftakt in Greifswald: Rückkehr für Benyamina

Der Hallesche FC eröffnet die Saison 2026/27 in der Regionalliga Nordost am Sonntag, dem 26. Juli, um 14 Uhr im Volksstadion Greifswald. Zum Auftakt wartet ausgerechnet der Greifswalder FC, und ausgerechnet dort steht mit Soufian Benyamina einer der prominentesten Neuzugänge der Saalestädter im Fokus.

Benyamina war der erste Neuzugang, den der HFC für die neue Spielzeit verkündete. Der 36-Jährige, geboren in Ost-Berlin, wurde Ende Mai als Neuzugang vom Greifswalder FC vorgestellt, offiziell wechselfähig war er nach DFB-Statuten aber erst zum 1. Juli. Der 1,90 Meter große Mittelstürmer bringt enorme Erfahrung mit: zweimal Bundesliga für den VfB Stuttgart, viermal 2. Bundesliga für Dynamo Dresden, dazu Stationen bei Hansa Rostock und Wehen Wiesbaden. Insgesamt kommt er auf 285 Drittliga- und 109 Regionalliga-Partien, in fast 500 Pflichtspielen erzielte er 169 Tore und bereitete 39 weitere vor. Beim GFC war er seit 2022 eine feste Größe im Sturmzentrum. HFC-Sportchef Marian Unger lobte vor allem seine Präsenz und Erfahrung. Für Benyamina wird der Sonntag ein besonderes Wiedersehen mit seinen ehemaligen Farben.

Neben Benyamina hat sich der HFC mit Stanley Ratifo verstärkt. Der Torjäger von Ligarivale BSG Chemie Leipzig lehnte dort eine Vertragsverlängerung ab und unterschrieb stattdessen an der Saale. Sportchef Daniel Meyer, der die Wechsel eingefädelt hatte, verließ den Verein inzwischen selbst Richtung Zweitligist Greuther Fürth, Jan Löhmannsröben wechselte zum Chemnitzer FC.

Auch beim Greifswalder FC gab es Bewegung. Mit Marcus Niemitz kommt ein torgefährlicher Offensivspieler vom Absteiger FC Eilenburg, Vertrag bis 2027 mit Option. Janis Juckel, 21 Jahre alt, wechselte nach seinem Abschied bei Energie Cottbus nach Vorpommern und unterschrieb gleich bis 2029. Auf der Trainerbank gibt es ebenfalls einen Wechsel: Alain Karim, zuvor Nachwuchstrainer bei Energie Cottbus, übernimmt als neuer Cheftrainer in Greifswald.

Sportlich trennen beide Klubs Welten: Der HFC beendete die vergangene Saison auf Platz vier mit 63 Punkten aus 34 Spielen, der GFC dagegen nur auf Rang 15 von 18. Die Bilanz der vergangenen vier Duelle spricht klar für Halle: Im Februar 2026 gewann der HFC zu Hause 2:0, im August 2025 setzte es für Greifswald ebenfalls eine 0:2-Niederlage in Halle. Der einzige Greifswalder Erfolg in dieser Serie war ein 4:0 im Mai 2025, im November 2024 gewann Halle auswärts 1:0. Macht insgesamt drei Siege für den HFC, einen für Greifswald, bei einem Torverhältnis von 5:4 für die Saalestädter.

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