Angeln in Halle: Die besten Gewässer der Saalestadt

Halle (Saale) – Zander an der Saale, Hecht im Hufeisensee, Karpfen in der Neustadt: Halle ist ein echtes Paradies für Angler. Mitten in der Stadt und direkt vor den Toren liegen dutzende Gewässer, vom kleinen Dorfteich bis zum riesigen Baggersee. Wo man in und um Halle (Saale) angeln darf, welche Fische dort warten und wo es die Angelkarten gibt – hier gibt es den großen Überblick.
Erst die Papiere, dann die Rute
Bevor es losgeht: Wer in Sachsen-Anhalt angeln will, braucht immer zwei Dinge – den Fischereischein und eine Angelkarte für das jeweilige Gewässer. Freie Gewässer, an denen jeder einfach so angeln darf, gibt es nicht. Wie man an den Fischereischein kommt, erklären wir in unserem Ratgeber zum Angelschein in Halle.
Die meisten Gewässer in und um Halle betreut der Hallesche Anglerverein. Sie gehören zum gemeinsamen Gewässerfonds des Landesanglerverbands Sachsen-Anhalt. Jedes Gewässer hat eine eigene Nummer, zum Beispiel 14-210-14 für den Hufeisensee. Wer Mitglied in einem Verein des Landesverbands ist, darf an all diesen Verbandsgewässern angeln. Alle anderen können Gastkarten kaufen.
Die Saale: Der Klassiker mitten in der Stadt
Das wichtigste Angelgewässer der Stadt ist natürlich die Saale. Die Vereinsstrecke reicht von der Straßenbrücke der B91 bis zum Trompeterfelsen zwischen Halle und Brachwitz – rund 152 Hektar Wasserfläche. In Halle ist der Fluss besonders abwechslungsreich: Altarme, Wehre, Brücken und Häfen bieten jede Menge spannende Stellen. Gefangen werden hier unter anderem Zander, Wels, Hecht, Karpfen, Rapfen, Barbe und Döbel.
Wichtig: Teile der Saaleaue sind Naturschutzgebiet. Dort gelten besondere Einschränkungen, die man vor dem Angeln unbedingt prüfen sollte.
Hufeisensee: Der größte See der Stadt
Der Hufeisensee in Kanena ist mit gut 71 Hektar der größte See in Halle und mit bis zu rund 26 Metern auch der tiefste. Seinen Namen verdankt er der markanten Form mit großer Landzunge. Das Wasser ist recht klar, im See schwimmen unter anderem Hecht, Barsch, Karpfen, Schleie, Zander und Wels. Bei Spinnanglern ist der See besonders beliebt. Laut Gewässerverzeichnis sind hier auch Bootsangeln und Nachtangeln erlaubt.
Aber Achtung: Im Sommer ist am Hufeisensee viel los. Badegäste, Wassersportler und Ruderer teilen sich das Wasser. Wer in Ruhe angeln will, kommt am besten früh am Morgen.
Weitere Seen in der Stadt
Im Westen der Stadt lockt der Heidesee in Nietleben mit gut 13 Hektar – ein Baggersee, in dem Hecht, Karpfen und Barsch auf Angler warten. Im Süden liegt der Osendorfer See mit knapp 22 Hektar, ebenfalls ein beliebtes Ziel für Fried- und Raubfischangler.
Auch Halle-Neustadt hat einiges zu bieten. Hier gibt es den Kalksteinbruch mit rund 8,5 Hektar, den Kirchteich, den Bruchsee und den Friedhofsteich. Dazu kommen kleinere Gewässer wie der Pulverweidenteich, der Teich an der Gellertstraße und der Teich am Passendorfer Damm – perfekt für eine schnelle Runde nach Feierabend.
Kanäle und Auen: Angeln im Grünen
Rund um die Saale liegen mehrere Altwasser und Kanäle. Die Obere Aue misst knapp 5 Hektar, die Untere Aue, auch Neuer Kanal genannt, rund 10 Hektar. Der Umgehungskanal, der Alte Kanal, kommt auf 12 Hektar und ist bekannt für Hecht, Karpfen, Barsch und Aal. Dazu kommt das Kleine Posthorn mit rund einem Hektar.
Im Südosten der Stadt bietet die Weiße Elster eine Alternative zur Saale. Die Vereinsstrecke reicht von der Straßenbrücke Lochau–Burgliebenau bis zur Mündung in die Saale. Auch die Reide von Braschwitz-Zöberitz bis zur Mündung in die Weiße Elster gehört dazu. In Bruckdorf warten außerdem die Cobra, die Tongrube und das Gewässer „Unsere Rast“.
Rund um Halle: Die großen Gewässer im Umland
Wer etwas weiter fährt, findet echte Riesen. Der Wallendorfer See ist mit über 316 Hektar das größte Gewässer im Verzeichnis des Halleschen Anglervereins. Die Kiesgrube Rattmansdorf kommt auf gut 83 Hektar, die Kiesgrube Rockendorf bei Hohenweiden auf 30 Hektar.
In Zwintschöna im Kabelsketal gibt es gleich mehrere Angelgewässer: die Kiesgrube, auch Gänseteich genannt, das Friedrichsbad, den Dorfteich und den Mühlteich. Westlich der Stadt liegen der Große und der Kleine Angersdorfer Teich in Teutschenthal. Dazu kommen kleinere Teiche in Seeben, Plößnitz, Hohenturm und am Ententeich in Planena, wo nur am Süd- und Südwestufer geangelt werden darf.
Ein besonderes Naturerlebnis bieten der Saalealtarm Hohenweiden und der Mühlgraben bei Holleben. Hier gelten aber strenge Regeln: Beide liegen im Naturschutzgebiet. Vom 1. März bis 15. Juli dürfen die Wiesen und Weiden nicht betreten werden, offenes Feuer und Zelten sind verboten.
Hier gibt es die Gastkarten
Wer nicht Mitglied in einem Anglerverein ist, kann für die Gewässer des Halleschen Anglervereins tageweise Gastkarten kaufen. Verkauft werden sie bei Angelspezi XXL in Angersdorf (Lauchstädter Straße 10a), im Askari Angelshop in Landsberg (Mägdeberge 2) und bei Fisherman’s Partner in Halle (Zeppelinstraße 3). Den gültigen Fischereischein sollte man zum Kauf und beim Angeln immer dabeihaben.
Wer öfter ans Wasser will, fährt mit einer Vereinsmitgliedschaft meist besser – damit darf man an allen Verbandsgewässern in ganz Sachsen-Anhalt angeln. Die Geschäftsstelle des Halleschen Anglervereins in der Mansfelder Straße 33 hat dienstags von 16 bis 19 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet.
Tipp: Gewässerkarten und Regeln vorher checken
Seit Januar 2026 stellt der Hallesche Anglerverein wieder Gewässerkarten online bereit. Dort sieht man genau, wo die einzelnen Gewässer liegen und welche Uferabschnitte dazugehören. Einen landesweiten Überblick bietet der Angelatlas Sachsen-Anhalt. Ob an einem Gewässer Nachtangeln, Bootsangeln oder bestimmte Methoden erlaubt sind, regelt die Gewässerordnung – ein Blick hinein vor dem ersten Wurf erspart Ärger mit dem Fischereiaufseher.
Häufige Fragen zum Angeln in Halle
Wo darf man in Halle (Saale) angeln?
An allen Gewässern, für die man eine gültige Angelkarte hat. In Halle betreut vor allem der Hallesche Anglerverein die Gewässer, darunter Saale, Hufeisensee, Heidesee, Osendorfer See und die Seen in Halle-Neustadt.
Was ist der größte Angelsee in Halle?
Der Hufeisensee in Kanena mit gut 71 Hektar. Im Umland ist der Wallendorfer See mit über 316 Hektar noch deutlich größer.
Wo bekomme ich eine Gastkarte in Halle?
Bei Angelspezi XXL in Angersdorf, im Askari Angelshop in Landsberg und bei Fisherman’s Partner in der Zeppelinstraße in Halle.
Darf man ohne Angelschein in Halle angeln?
Nein. In Sachsen-Anhalt gilt Fischereischeinpflicht. Zusätzlich braucht man immer eine Angelkarte für das jeweilige Gewässer.
Welche Fische gibt es in der Saale bei Halle?
Unter anderem Zander, Wels, Hecht, Karpfen, Rapfen, Barbe, Döbel, Aal und Barsch sowie zahlreiche Weißfische.