Vater-Sohn-Duell endet klar: Aue deklassiert VfL Halle 96

Ein Testspiel mit besonderer familiärer Note: Am Mittwochabend traf der VfL Halle 1896 im Rahmen der Saisonvorbereitung auf den FC Erzgebirge Aue – und auf den Trainerbänken standen sich dabei Vater und Sohn gegenüber. Khvicha Shubitidze, Cheftrainer des höherklassigen FC Erzgebirge Aue, und sein Sohn Luca Shubitidze, seit einem Jahr Cheftrainer beim VfL Halle 1896, führten damit erstmals ihre Mannschaften in einem direkten sportlichen Duell gegeneinander. Am Ende setzte sich der Vater klar durch: Aue gewann die Partie mit 7:1.

Für Luca Shubitidze, mit 26 Jahren einer der jüngsten Cheftrainer im höherklassigen deutschen Amateurfußball, war die Begegnung ein besonderer Moment. Der VfL-Trainer hatte in seiner ersten vollen Saison an der Seitenlinie des Vereins aus Halle (Saale) in der NOFV-Oberliga Süd auf Anhieb Rang sechs erreicht. Sein Vater Khvicha, ausgebildeter Fußballlehrer, äußerte sich nach dem Spiel anerkennend über die Entwicklung seines Sohnes. Öffentlich nahm der Auer Cheftrainer die ungewöhnliche Konstellation mit Humor und scherzte, er traue sich kaum nach Hause, da seine Frau als Mutter naturgemäß eher zum Sohn halte.

Trotz der deutlichen Tordifferenz betonten beide Seiten, dass es sich um ein klassisches Vorbereitungsspiel handelte. Für den VfL Halle 1896 als Außenseiter gegen den höherklassigen FCE ging es vor allem darum, spielerische Abläufe, Abstände und Automatismen gegen einen spielstärkeren Gegner zu testen. Wie zufrieden Luca Shubitidze mit dem Auftritt seiner Mannschaft war, äußerte er öffentlich nicht. Sein Vater dagegen zeigte sich zufrieden mit dem Auftreten seines Teams und betonte das Vertrauen, das er in seinen Kader für die kommende Saison setzt.

Für den VfL Halle 1896 geht die Saisonvorbereitung nun weiter, mit dem Ziel, nach dem sechsten Platz der Vorsaison in der NOFV-Oberliga Süd erneut oben mitzuspielen. Der FC Erzgebirge Aue setzt seine Vorbereitung ebenfalls fort – mit einem zufriedenen Trainer-Vater im Rücken.

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